5, 4, 3, 2, 1... 2000!!
Was feiern wir überhaupt?

Parties findet jeder toll und man findet gerne einen Grund zum Feiern, zum fröhlichen Beisammensein. Wenn also dann Neujahr vor der Tür steht, schlagen wir uns die Nacht um die Ohren mit knallenden Sektkorken und Feuerwerk. Prosit Neujahr! Und diesesmal noch mehr als sonst, denn das Jahr 2000 wird begrüßt!

Aber wer weiß eigentlich, warum wir feiern? Welche Bedeutung hat das Jahr 2000? Heißt das nicht, dass 2000 Jahre vergangen sind, aber seit welchem Zeitpunkt? Eine einfache Frage... , aber eine erstaunliche Antwort...

Unsere Kalenderberechnungen stützen sich auf einen Tag - ein ganz bestimmtes Datum –, auf den Tag, an dem der Erlöser der Welt geboren wurde. Aber kannst du mir erklären, was Religion mit dieser Party zu tun hat?

Offensichtlich dachte irgendjemand, irgendwie und irgendwo, dass die Geburt dieses Mannes, Jahschua (den die meisten Leute Jesus Christus nennen) so welterschütternd war, dass man beschloss, die alte Zeitrechnung anzuhalten und von neuem zu beginnen. Der Fluss der Zeit wurde damit wie in zwei Abschnitte eingeteilt. Von diesem Wendepunkt aus gehen die Aufzeichnungen der Geschichte zurück zum Anfang (in die Vergangenheit) und zum letzten Tag (in unsere Zukunft). Und das alles nur wegen der undurchsichtigen Geburt eines Zimmermannsjungen im Nahen Osten, eines Knabens, der in einem Stall geboren und in eine Futterkrippe gelegt wurde! Die ganze Menschheitsgeschichte dreht sich um dieses Ereignis. Wenn wir über den ganzen Neujahrsrummel hinwegsehen könnten, dann würde uns vielleicht bewusst werden, wie erstaunlich das alles ist!

Dir mag die Geburt des Sohnes Gottes vielleicht als nicht so wichtig erscheinen, aber eigentlich verleihen fast alle Menschen auf dieser Erde jedesmal diesem Ereignis Bedeutung, wenn sie das Datum auf ihre verschiedensten Papiere schreiben! Da diese Geburt offensichtlich so wichtig ist, sollten wir herausfinden, wie man den genauen Zeitpunkt festgelegt hat und nachprüfen, ob diese Berechnungen auch stimmen.

Kalender

Die Kalender, die wir heutzutage benutzen, wurden so oft geändert und durcheinander gebracht, dass viele Leute ihre Genauigkeit bezweifeln. Schon seit Jahrhunderten versuchten verschiedene Leute herauszufinden, wie man einen Kalender richtig berechnen kann. Sie mussten Tage hinzufügen und weglassen; manchmal orientierte man sich bei den Zeitrechnungen an der Sonne, dann am Mond. Aber seitdem das Atomzeitalter angebrochen ist, kann die Zeit ganz genau mit Hilfe von Atomuhren gemessen werden. Wissenschaftler können heute mit Sicherheit sagen, dass bei der Berechnung des Datums dieser ereignisreichen Geburt dessen, der Jesus Christus genannt wird, grosse Fehler unterlaufen sind. Er wurde nicht im Jahr 0 geboren, sondern eher zwischen den Jahren 4 und 7 v. Chr. Diese wissenschaftlichen Berechnungen gründen sich auf die historischen Ereignisse jener Zeit und auf die astronomischen Aufzeichnungen dieses außergewöhnlich hellen Sterns, über den bei Seiner Geburt berichtet wurde.

Der hauptverantwortliche für diesen Irrtum ist ein Mönch namens Dionysius Exiguus. Er lebte in Rom und wurde im Jahr 533 n. Chr. beauftragt herauszufinden, wann die neue Ära, die mit der Geburt Christi ihren Anfang nahm, begann. Dionysius zählte mit den Mitteln, die ihm damals zur Verfügung standen, die Jahre so gut er konnte zurück. Aber er vergaß, dass das Jahr 0 zwischen 1 v. Chr. und 1 n. Chr. eingeschoben werden musste. Er übersah ebenfalls 4 Jahre, in denen der römische Kaiser Augustus unter seinem eigentlichen Namen Oktavian regierte.

Auch in der Bibel finden wir einen weiteren eindeutigen, historischen Anhaltspunkt. „Als Jesus geboren war in Bethlehem in Judäa zur Zeit des Königs Herodes, ..." (Mt 2:1). Wir wissen von zahlreichen zeitgenössischen Quellen, wer Herodes war und wann er gelebt und regiert hat. 40 v. Chr. wurde Herodes von den Römern als König von Judäa eingesetzt. Seine Regierungszeit endete mit seinem Tod im Jahre 4 v. Chr. Folglich muss der Messias vor 4 v. Chr. geboren worden sein.

Abgesehen von diesem historischen Irrtum war eine Kalenderaufstellung für die damaligen Gelehrten verwirrend, da sie die Erdumdrehung und die Dauer eines Jahres nicht exakt berechnen konnten. Fehler in diesen Berechnungen führten dazu, dass der Kalender erheblich durcheinander kam. Mehrere Male in der Geschichte passierte es, dass man Tage und sogar ganze Monate wegfallen lassen oder einschieben musste, weil die Zeitrechnung nicht mehr stimmte. Das Jahr 46 v. Chr. (welches das "Jahr der Verwirrung" genannt wurde) wurde von Caesar um 80 Tage verlängert. Im Jahr 1582 ordnete der Papst an, dass die Tage zwischen dem 5. und dem 14. Oktober aus dem Kalender gestrichen werden.

Interessant sind auch die Berechnungen des englischen Mönchs Bede, der im Jahr 672 – 735 unserer Zeitrechnung lebte. Bede studierte aufmerksam die dafür maßgeblichen Bibelstellen und errechnete einen bestimmten Tag, an dem er glaubte, dass Gott den Himmel, die Erde und die Meere geformt hat – den 18. März 3952 v. Chr. Er wollte einen genauen Kalender aufstellen, der sich nach seiner Sicht auf dieses Datum gründen sollte. Wenn man sich entschlossen hätte, Bedes Kalender an Stelle des anderen zu benutzen, würde das Jahr 2000 dem Jahr 5951 seit der Schöpfung entsprechen.

Tatsächlich wäre das Jahr 2000 Anfang der 90er Jahre gewesen, wenn man das exaktere Datum der Geburt des Messias im Jahr 6 oder 7 v. Chr. als Ausgangspunkt genommen hätte (das fehlende Jahr 0 mitgerechnet).

Der uns heute geläufige Kalender ist der gregorianische Kalender. Er wurde durch den Papst 1582 in Kraft gesetzt. Dies war der genaueste Kalender, den die Gelehrten zu der Zeit errechnet hatten, und sie hatten einigermassen exakt die Jahreswenden mit den zusätzlichen Schaltjahren usw. ausgetüftelt. Aber nicht alle Völker der Welt erkannten diesen Kalender an, zumindest nicht bis zum 1. Oktober 1949. Jede der großen Weltreligionen benutzt einen anderen Kalender – nach dem jüdischen Kalender entspricht das Jahr 2000 dem Jahr 5760. Nach dem islamischen Kalender wird es das Jahr 1420 sein. Der buddhistische Kalender zeigt das Jahr 2544 an und nach dem grossen Zyklus der Mayas sind wir im Jahr 5119.

Natürlich kannst du gerne eine Sylvesterparty feiern ... und auf die Jahrtausendwende anstoßen, aber ein weiser Mensch wird die Zeiten verstehen ... und erkennen, was wirklich von Bedeutung in diesem Leben ist.


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