Liebe eifrige und ernsthafte Christen,

gerne würde ich Euch etwas von dem Salz geben, welches auch mich erreicht hat.
Ich selbst war wie viele von Euch an den Punkt gekommen, wo ich nicht mehr leugnen konnte, dass ich mich in meinem Leben sehr schuldig gemacht hatte - an anderen und an Gott. Schließlich habe ich das sehr bereut.
Ich hatte von Jesus gehört, der für meine Sünden gestorben sein soll, und ich glaubte das in meiner Reue. Ich hatte nichts, womit ich mich hätte rechtfertigen können. Deshalb gab ich mein Leben Jesus und wollte, dass er Herr über mich sei. So wurde ich dann ein zwar nicht immer eifriger, aber ernsthafter Christ. Getauft wurde ich erst später.
Natürlich wollte ich von Anfang an mehr wissen über den, der mir vergeben konnte und jetzt mein Leben bestimmen sollte. Ich fing an viel in der Bibel zu lesen und in die Gemeinde zu gehen, in der ich aufgewachsen war. Für meine Eltern war es ein Wunder und alle sprachen davon, dass ich mich bekehrt hätte. Meine damaligen Freunde fingen an sich von mir zu distanzieren. Das tat mir sehr weh, aber es bestätigte mir doch irgendwie, dass ich nun einen neuen Weg eingeschlagen hatte. Ich ging davon aus, dass ich unter meinen christlichen Brüdern wahre Freunde finden würde. Später lernte ich einen Jugendkreis kennen, den ich öfter besuchte, und knüpfte weitere Kontakte zu einigen ziemlich verschiedenen Gemeinden. Ihre Lehren hatten grundlegende Unterschiede. Mit der Zeit hatte ich vieles gelesen und vieles gehört. Unter anderem hatte ich sehr viele Zeugnisse von Menschen gelesen, die zu Jesus gefunden hatten.
Dass sich das Christentum nicht einig ist, das war offensichtlich und das hat mich verwirrt. Trotzdem wollte ich nicht über jemanden urteilen, sondern Verständnis zeigen und abwarten.
Eines Tages traf ich zwei Wanderer. Diese sagten, dass sie auf der Suche nach den verlorenen Schafen Israels seien und dass wir in einer Zeit lebten, in der Gott Sein Volk sammelte. Sie erzählten mir, dass sie dem Sohn Gottes, den sie Jahschua nannten, ernsthaft nachfolgten und mit ihren Familien in einer Glaubensgemeinschaft lebten. Was ich hörte, machte mich neugierig. Durch unser langes Gespräch verstand ich immer mehr, warum mich verschiedene Dinge in der Christenheit durcheinander gebracht hatten. Jetzt fing ich an Zusammenhänge zu erkennen.

Nachdem sie wieder gegangen waren, dachte ich immer wieder an dieses besondere Treffen. Ich freute mich und war im Herzen sehr angetan. Das war die erste Prise Salz, die ich geschmeckt hatte. Sie sollte mein Leben verändern.
Schließlich beschloss ich, die zwei Wanderer zu Hause zu besuchen. Was ich fand, sah und hörte, war ein Schatz. Es war ein reales Leben, über das ich selbst nur viele Worte gelesen hatte. Da lebten die verschiedensten Menschen zusammen. Sie hatten alles hinter sich gelassen, um dem Sohn Gottes nachzufolgen, so wie es Seine Jünger einst taten. Sie teilten all ihren Besitz, ihre Arbeit, ihre Mahlzeiten, Freud und Leid. Das Wichtigste bei all dem schien ihre Einigkeit zu sein. Sie waren Freunde und ihre Liebe zeigte sich durch ihre Fürsorge und ihre Demut zueinander. Nun ergab es auch Sinn für mich, was im 2.Korinther 5,15 geschrieben steht: „Und Er ist darum für alle gestorben, damit, die da leben, hinfort nicht für sich selbst leben, sondern für den, der für sie gestorben und auferstanden ist." Ich sah Brüder und Schwestern, die täglich füreinander da sind, um Ihm und einander zu dienen.
Es wurde mir klar, dass ich den „Schatz im Acker" gefunden hatte, aber auch, dass es mich alles kosten würde, Jahschua ernsthaft und mit ganzem Herzen nachzufolgen. Dieser Schatz aber war es mir wert, mein Leben samt alter und neuer Pläne dafür einzutauschen.
Ich hatte Gewissheit bekommen, dass sich Gott tatsächlich aus aufrichtigen und ernsthaften Menschen mit all ihren Schwächen und Fehlern „ein Volk reinigt, das eifrig ist zu guten Taten" (Tit 2,14).

Jetzt bin ich dankbar, ein Teil davon zu sein.

Es gibt keine größere Liebe,
als wenn jemand sein Leben gibt
für seine Freunde.

Dawid


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