Das Rätsel Mensch

Denk' mal über das Rätsel Mensch nach! Der Mensch ist ein Geschöpf von verblüffendem, widersprüchlichem Charakter, ein wandelndes Geheimnis — unergründbar. Der berühmte Psychologe Carl Jung hat einmal gesagt: "Der Mensch ist sich selbst ein Rätsel." Jung begriff diese Wahrheit in bezug auf den Menschen, ohne jedoch den tieferen spirituellen Kampf zu verstehen, der in jedem Menschen wütet.

Der Mensch hat einen Feind, der den Ehrgeiz besitzt, Gott die Herrschaft über diese Welt streitig zu machen. Gott will die Erde durch den Menschen beherrschen. Die Strategie Satans besteht darin, den Menschen davon abzubringen, zu tun, was gut und recht ist. Er ist mit allen Mitteln darauf aus, die ganze Welt in die Irre zu führen. Er benutzt dazu ein Bildungssystem, das abstreitet, daß Gott das Universum erschaffen hat. Er verleitet den Menschen durch die Massenmedien mit all ihren Sinnesreizen und ihrer unterschwelligen Überredungskraft. Eines seiner wirksamsten Werkzeuge ist das religiöse System, das Christentum, das den wahren Charakter Gottes durch einen mystischen Glauben entstellt. Der Glaube des Christentums bringt keine Liebe hervor. Satans Irreführung deckt jeden Bereich der modernen Gesellschaft ab, der Mensch muß jedoch nicht auf Satans Lügen hören. Er hat immer noch die Freiheit, auf sein Gewissen zu hören.

Der Mensch kommt mit einem instinktiven Wissen über Gott in seinem Gewissen auf die Welt. Er weiß, was gut ist, und er weiß, was böse ist, und er weiß auch, daß er für die Entscheidungen, die er trifft, verantwortlich ist. Da der Mensch mit einer Neigung zum Bösen geboren wird, ist es ihm bestimmt, einmal zu sterben und dann gerichtet zu werden. Beim Gericht werden alle Einzelheiten seines Lebens berücksichtigt, die in seinem Gewissen geschrieben stehen.

Der Ewige Bund

Nach dem Sündenfall hat Gott mit dem Menschen einen ewigen Bund geschlossen, der im Gewissen jedes Menschen geschrieben steht. Innerhalb der Grenzen, die dieser Bund festlegt, ist der Mensch gegen die Tücken Satans gefeit. Satan versucht, ihn soweit zu bringen, daß er Sünden begeht, die einen zweiten, ewigen Tod verdienen. Der Mann ist seiner Seite des ewigen Bundes treu, wenn er hart arbeitet, um seine Familie zu versorgen und zu beschützen, selbst wenn ihn das sein Leben kostet. Er hat keine Geschlechtsbeziehungen außer im Rahmen des Ehebundes (und ganz sicher hat er niemals Geschlechtsbeziehungen mit einem anderen Mann). Er leitet seine Frau dazu an, zu tun, was gut und recht ist.

Die Frau ist ihrerseits dem ewigen Bund treu, wenn sie die Schmerzen bei der Geburt auf sich nimmt, ihr Verlangen einzig und allein nach ihrem Mann ist und sie ihm das letzte Wort über ihr Leben läßt. Wenn sie innerhalb dieser Grenzen bleiben, können sie die Stimme Gottes in ihrem Gewissen hören und ihr gehorchen. Dadurch werden sie vor Taten bewahrt, für die sie ewige Zerstörung verdienen würden, d.h. vor allen Sünden, die das Abbild Gottes im Menschen pervertieren und die das Leben anderer zerstören.

Der Mensch ist jedoch vom Weg abgekommen. Er wird immer mehr in die Irre geführt, bis, wie der Prophet Jesaja vorausgesagt hat:

"Die Erde ist beschmutzt von ihren Bewohnern, denn sie übertreten das Gesetz und ändern die Gebote und brechen den ewigen Bund. Darum frißt der Fluch die Erde, und büßen müssen's die darauf wohnen. Darum nehmen die Bewohner der Erde ab, so daß wenig Leute übrigbleiben." ( Jesaja 24:5,6)

Wenige sind übrig, die für die Wahrheit in ihrem Gewissen einstehen. Die meisten haben den ewigen Bund des Gewissens schon gebrochen. Viele haben ihr Gewissen für "höhere Bildung" über Bord geworfen. Sie widmen ihre ganze Kraft und wenden ungeheure Ressourcen auf in dem Versuch, Leben zu erschaffen oder den Ursprung des Lebens zu entdecken. Dabei machen sie sich merkwürdigerweise wenig Gedanken über die moralische Qualität, den eigentlichen Zweck und die Bestimmung ihres eigenen Lebens. Das ist Teil des Rätsels Mensch — nämlich, daß er versucht, die tiefe Frustration in seinem Inneren durch höhere Bildungsabschlüsse zu überdecken. Diese "höhere Bildung" leitet ihn jedoch nicht dazu an, seinem Gewissen zu gehorchen, sondern lehrt ihn, sich auf sein gefallenes Vernunftdenken zu verlassen. Dadurch kommt er in Wirklichkeit immer mehr von dem instinktiven Wissen ab, das ihm in die Wiege gelegt wurde, und er steigt mit immer besseren Noten auf dem Weg der Degradierung ab.

Es gibt tatsächlich moralische und geistige Lebensfragen, die eine Antwort verlangen. Man kann aber die Schlußfolgerungen, zu denen die Menschen mit ihrem Vernunftdenken gelangt sind, auf folgende reduzieren: Entweder hat der Mensch nirgendwo begonnen und entwickelt sich auf irgendein Ziel zu, oder er hat irgendwo begonnen, ist jedoch vom Weg abgekommen. In jedem Fall ist der Mensch auf der Suche nach etwas Undefinierbarem, um die Leere in ihm auszufüllen. Das nennt man "Verlorensein". Jahschua kam, um die Verlorenen zu finden — diejenigen, die zugeben, daß sie verloren sind.

Das Rätsel

Wenn du ein normaler Mensch bist, der noch nicht gänzlich degradiert ist, ist eine tiefe Frustration in dir, weil in deinem Herzen zwei widerstreitende Sehnsüchte sind: einerseits das Verlangen, das Wissen über Gott in deinem Gewissen zu bewahren; andererseits das Verlangen, die egoistischen Wünsche zu befriedigen, die dich aus den Grenzen des ewigen Bundes herausführen. Die Stimme des Gewissens schallt aus den Innenräumen deiner Seele und sagt: "Ich sollte nicht so sein, wie ich bin, ich sollte nicht das tun, was ich tue. Ich bin für etwas Besseres erschaffen worden! Es muß doch einen liebenden Gott geben; das Leben sollte doch eigentlich nicht so leer sein!" Diese Stimme gerät mit deiner egoistischen Natur in Konflikt und ruft die Frustration in dir hervor, den inneren Kampf zwischen Gut und Böse.

Egal, wie sehr du versuchst, sie wegzuargumentieren oder dagegen zu rebellieren — es gibt kein Entfliehen vor der objektiven Wahrheit. Hättest du doch bloß auf dein Gewissen gehört, als es dich davor zurückhalten wollte, das Falsche zu tun... Am Ende bist du einsam und bitter und voller Reue über all die verletzenden und egoistischen Dinge, die du in deinem Leben getan hast, und eine fast unerträgliche Schuldenlast erdrückt dich.

Buddha sagte am Ende seines Lebens: "Ich suche noch nach Wahrheit." Abertausende von Wissenschaftlern, Philosophen und Theologen (die in Wirklichkeit am weitesten von der Wahrheit entfernt waren) hätten das von sich sagen können. Am Ende ihres Lebens weinten sie und gaben eine Schuld zu, die sie nie auslöschen konnten. Die Schuld derer, die blind sind, aber sagen, sie sähen und die andere in die Irre führen, wird bestehenbleiben — in Ewigkeit.

Unser Meister Jahschua hat gesagt: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben." Er kam für die, die vom Weg abgekommen sind, die, die von der Wahrheit abgewichen sind, die, die sich nach Leben sehnen. Wir sind so dankbar, daß Er uns gefunden hat! Vielleicht sucht Er ja Dich...


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