Hat man Dir diese Frage schon einmal gestellt? Viele ernsthafte Leute machen sich darüber Gedanken. Natürlich kann man eine schnelle Antwort aus seiner theologischen Schublade ziehen und sagen: Keiner ist gut." Und das stimmt in gewisser Hinsicht auch, denn alle haben gesündigt und sind von der Herrlichkeit Gottes abgefallen. Aber heißt das, daß zum Beispiel eine chinesische Bauersfrau, die ihr ganzes Leben hart gearbeitet hat, sich um ihre Familie gekümmert hat und fünfzig Jahre in ihrer Ehe treu war zum gleichen ewigen Schicksal verdammt wird wie Adolf Hitler, der haßerfüllt sechs Millionen Juden ermordet hat?
Natürlich wird Gott nie so etwas tun, auf jeden Fall nicht, wenn es derselbe Gott ist, von dem es in der Bibel spricht, der gleiche Gott, den Abraham kannte. Abrahams Zuversicht war folgende:
Das sei fern von dir, daß du das tust und tötest den Gerechten mit dem Gottlosen, so daß der Gerechte wäre gleich wie der Gottlose! Das sei ferne von dir! Das sei fern von dir, daß du das tust und tötest den Gerechten mit dem Gottlosen, so daß der Gerechte wäre gleich wie der Gottlose! Das sei ferne von dir! Sollte der Richter aller Welt nicht gerecht richten?"
(1. Mose 18,25)
Achte ganz genau darauf, wie Abraham seine Fürbitte formulierte: Er bat Gott, die Gerechten in Sodom zu verschonen. Gab es überhaupt gerechte Menschen in Sodom? Gab es dort Menschen, die aus Gnade durch Glauben gerechtfertigt waren und somit als gerecht galten wie Abraham? Selbst Abrahams Neffe Lot war schon längst nicht mehr mit ihm, als Abraham Gott glaubte und er es ihm als Gerechtigkeit anrechnete (1. Mose 13,11; 15,6).
Lot hatte keinen Anteil an Gottes Bünden mit Abraham. Wie konnte es also überhaupt Gerechte in Sodom geben? War Abraham nur naiv oder getäuscht? Nein! Gottes Antwort bestätigte Abrahams Verständnis. Er sandte seine Engel, um Lot zu retten, der der einzig Gerechte in Sodom war. Erst dann zerstörte er diese üble Stadt. Lot war kein religiöser Mann, aber Abraham und der Apostel Petrus betrachteten ihn als gerechten Mann:
... und hat den gerechten Lot errettet, dem die schändlichen Leute viel Leid antaten mit ihrem ausschweifenden Leben. Denn der Gerechte, der unter ihnen wohnte, mußte alles mit ansehen und anhören und seine gerechte Seele von Tag zu Tag quälen lassen durch ihre bösen Werke. Der Herr weiß die Frommen aus der Versuchung zu erretten, die Ungerechten aber festzuhalten für den Tag des Gerichts, um sie zu strafen, ..."
(2Petr 2,7-9)
Der Apostel Petrus, der einst glaubte, daß Gott nur Juden annimmt, verstand später wie Gott wirklich ist:
Nun erfahre ich in Wahrheit, daß Gott die Person nicht ansieht; sondern in jedem Volk, wer ihn fürchtet und recht tut, der ist ihm wohlgefällig."
(Apg 10,34-35)
Die Lehre, daß Christen in den Himmel kommen und alle anderen in die ewige Hölle, verleumdet Gottes Charakter. Sie verleugnet seine große Liebe für Männer und Frauen, die sich abmühen, um nach ihrem Gewissen zu leben, und nichts tun würden, was anderen schadet (Offb 21,8; 22,15).
Was manche Christen nicht verstehen ist dies: Es gibt drei ewige Schicksale, nicht zwei. Es gibt drei Kategorien von Menschen (Offb 22,11) und drei entsprechende Plätze, wo sie die Ewigkeit verbringen werden. Gott wird gerecht richten und jeden an den Platz verweisen, den er verdient (Hebr 9,27; Offb 20,12-13). Sicherlich gibt es einen Platz der Qualen für die, die alle Schranken ihres Gewissens überrennen und sich Dingen hingeben, die Gott haßt. Sie sind in der ersten Kategorie der Ungerechten und Unreinen nach Offenbarung 22,11.
Und ganz sicherlich gibt es einen ewigen Lohn für diejenigen, die von ihren Sünden bereuten und alles aufgaben, um Jahschua, dem Messias, im Gehorsam zu seinem Evangelium nachzufolgen (Mk 10,28-30; Lk 14,26-33). Sie sind in der dritten Kategorie der Heiligen nach Offenbarung 22,11. Die Bibel verspricht, daß sie mit dem Messias über die Völker regieren werden (Offb 2,26-27). Aber wer sind die Menschen dieser Völker? Es sind nicht die Ungerechten und Unreinen der ersten Kategorie, denn diese werden alle Ewigkeit im See von Feuer und Schwefel verbringen (Mt 25,41; Offb 20,10-15). Und es sind auch nicht die Heiligen der dritten Kategorie, denn diese werden die Heilige Stadt (Offb 21,9-27) füllen als diejenigen, die mit dem Messias über die Völker regieren.
Die einfache Wahrheit ist die, daß Gott eine weitere Kategorie von Menschen anerkennt, die von den meisten Christen nicht anerkannt wird. Diese Kategorie besteht aus den Gerechten, die nach dem Maßstab leben, den Gott in ihr Gewissen gelegt hat. Sie sind die zweite Kategorie nach Offenbarung 22,11, und auch sie werden einen ewigen Lohn (Offb 22,12) erhalten. Nach dem Gericht werden sie das ewige Reich der Nationen (Mt 25,34) erben, und der Messias und seine Heiligen werden in vollkommener Liebe und Gerechtigkeit über sie herrschen (Offb 5,10).
Die Bibel sagt uns, daß es den Menschen bestimmt ist, einmal (nicht zweimal) zu sterben, und danach ist das Gericht (Hebr 9,27). Der erste Tod ist der Lohn der Sünde (Röm 6,23), das gerechte Urteil Adams (1. Mose 2,17) und all derer, die seitdem sündigen. Aber dieser erste Tod ist nicht ewig - er endet und dann wird jeder vor Gericht stehen, wo entschieden wird, ob sie oder er einen zweiten Tod oder ein zweites Leben verdienen. Wir reden hier nicht von Reinkarnation. Wir sprechen von den Worten unseres Meisters, des Sohnes Gottes, der sagte:
Wundert Euch darüber nicht. Denn es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden, und werden hervorgehen, die Gutes getan haben, zur Auferstehung des Lebens, die aber Böses getan haben, zur Auferstehung des Gerichts." (Joh 5,28-29)
Er sagte, wundert euch nicht, weil er wußte, daß die religiösen Leute seiner Zeit (wie viele Christen heute), sich wundern würden, wenn sie hören, daß alle Menschen die Möglichkeit haben, ein zweites Leben zu erhalten, aufgrund ihrer Taten (nicht ihrer Religion). An dieser Stelle spricht Jahschua über die erste Kategorie (die aber Böses getan haben") und über die zweite Kategorie (die aber Gutes getan haben") nach Offenbarung 22,11, im Gegensatz zur dritten Kategorie, die er ein paar Zeilen vorher beschreibt:
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist aus dem Tod in das Leben übergegangen." (Joh 5,24)
Diejenigen, die auf sein Wort antworten, indem sie ihm ihr Leben völlig anvertrauen, brauchen nicht einmal den Tod zu schmecken (Joh 8,51), denn er hat durch seinen Tod für ihre Sünden bezahlt. Sie haben also nicht Teil am Gericht von Johannes 5,29. Das ewige Leben, das sie empfangen haben, ist eine freie Gabe Gottes und nicht abhängig von ihren Werken. Aber das Gericht in Johannes 5,29 spricht von denen, die in ihrem Leben nie die Stimme des Sohnes Gottes gehört haben (diejenigen, die seine Stimme hören, ihn aber zurückweisen, sind von diesem Gericht ausgeschlossen, denn sie sind schon verdammt, Joh 3,18), und sie werden danach beurteilt, wie sie ihr Leben geführt haben. Über dieses Gericht sprach Jahschua Folgendes:
Siehe, ich komme bald und mein Lohn ist mit mir, um einem jeden zu vergelten, wie sein Werk ist."
(Offb 22,12)
Den Ungerechten und Unreinen, den zweiten Tod; den Gerechten, das zweite Leben, und die Heiligen werden mit ihm in Gerechtigkeit über die gerechten Völker (Offb 22,1-5) regieren, die dann das ganze Universum mit seinem Bilde füllen werden (Eph 3,21; 4,10).
Wer sind die Gerechten?
Jeder Mensch ist in die Kategorie der Gerechten hineingeboren, denn jeder ist im Bilde Gottes erschaffen (1. Mose 9,6; Pred 7,29), mit dem angeborenen Wissen über Gott. Obwohl alle Menschen vom gefallenen Geschlecht Adams abstammen und die Schlechtigkeit ihrer Väter erben, sind sie trotzdem mit einem Gewissen geboren und besitzen die Fähigkeit, ihm zu gehorchen. Das wird deutlich daraus, wie Gott mit Kain gesprochen hat, als er mit seinem Bruder zornig war:
Warum bist du zornig, und warum hat sich dein Gesicht gesenkt? Ist es nicht so, wenn du recht tust, erhebt es sich? Wenn du aber nicht recht tust, lagert die Sünde vor der Tür. Und nach dir wird ihr Verlangen sein, du aber sollst über sie herrschen."
(1.Mose 4,6-7)
Gott erwartet von Kain, daß er über die Sünde herrsche und die Versuchung überwinde, daß er nicht diese Sünde begehen würde. Es lag in Kains Macht, dem Drang seinen Bruder zu ermorden, zu widerstehen, ansonsten wäre es unfair von Gott gewesen, so etwas von ihm zu verlangen. Wenn Kain recht getan hätte (diese Sünde überwunden hätte), hätte Gott ihn angenommen, so wie Gott jeden annehmen wird, der recht tut (Apg 10,34-35).
Natürlich werden manche sagen, daß alle gesündigt und Gottes Herrlichkeit verloren haben (Röm 3,23). Das stimmt sicherlich. Jeder hat gesündigt. Aber nicht jeder hat sich Sünden hingegeben, die eine ewige Bestrafung verdienen. Die Bibel zeigt uns ganz deutlich, welche Menschen den See von Feuer und Schwefel verdienen. Beispiele sind Feiglinge, Mörder, Zauberer, Unzüchtige, Ehebrecher, Homosexuelle (Sodomiten), Götzendiener, Diebe, Schwindler, Trunkenbolde, Habsüchtige, Selbstsüchtige und jeder, der die Lüge liebt und tut (1Ko 6,9-10; Offb 21,8; 22,15). Gott beurteilt nicht alle Sünden gleich. Er stellt nicht den Mörder mit dem schwerarbeitenden Mann gleich, der seiner Frau treu war, seine Familie versorgt hat, und seine Kinder anständig erzogen hat (Hebr 12,7-9).
Kain hat eine Schranke überschritten, als er seinen Bruder ermordet hat (1Jo 3,12-15) - er ist von der Seite der Gerechten auf die Seite der Ungerechten und Unreinen gekommen. Er entschied sich dafür, seinen Bruder zu zerstören, und die Schuld war untragbar (1. Mose 4,13), sie war so groß, daß er sie mit seinem eigenen Tod nicht begleichen konnte. Und das unterscheidet die Sünden der Ungerechten und Unreinen von denen der Gerechten - solche Sünden ruinieren das Leben anderer. Männer und Frauen, die solche Sünden begehen, verdienen vollkommen ihr ewiges Schicksal im See von Feuer und Schwefel (Offb 21,8).
Seit dem Sündenfall war jeder Mensch mit einer Neigung zur Sünde geboren. Die Neigung zur Selbstsucht ist angeboren, aber nicht die Neigung, sein Gewissen zu unterdrücken. Es ist normal, daß man sein Gewissen schätzt und nicht verachtet. Dein Gewissen ist ein Geschenk Deines liebevollen Schöpfers, der Dich davor bewahren will, daß Du Dich und andere zerstörst. Es ist Gottes Vizepräsident" im Herzen der Menschen, das den absoluten Maßstab von gut und böse aufrecht erhält (Röm 2,14-16). Das Gewissen ist wie ein Buch, das alle Übertretungen dieses Maßstabs registriert, bis zum Tag des Gerichts (Offb 20,12). Diejenigen, die die Stimme ihres Gewissen unterdrücken, bringen sich selbst unter Gottes Zorn (Röm 1,18). Schließlich werden sie die Stimme ihres Gewissens zum Schweigen bringen, und Gott wird sie ihrem düsteren Sinn übergeben (Röm 1,28). Dann wird er ihre Namen aus dem Buch des Lebens streichen (Offb 20,15). Aber Männer und Frauen, die der Stimme ihres Gewissen folgen werden Barmherzigkeit finden am Tag des Gerichts. Ihre Namen werden im Buch des Lebens bleiben, in dem alle registriert sind, die ein zweites Leben verdienen (Offb 20,15).
Der ewige Bund
Was sagt diese Stimme des Gewissens eigentlich? Was ist dieses instinktive Wissen, das Gott in die Herzen aller Menschen geschrieben hat? Es sind die Bedingungen eines ewigen Bundes, den Gott mit Adam und Eva nach dem Sündenfall geschlossen hat. Die Schranken in ihrem Gewissen würden sie und ihre Nachkommen davor bewahren, Sünden zu begehen, für die sie den zweiten Tod verdienen würden:
Zu der Frau sprach er: Ich werde die Mühsal deiner Schwangerschaft mehren, mit Schmerzen sollst du Kinder gebären! Nach deinem Mann wird dein Verlangen sein, er aber wird über dich herrschen!
Und zu Adam sprach er: "Weil du auf die Stimme deiner Frau gehört und gegessen hast von dem Baum, von dem ich dir geboten habe: Du sollst nicht davon essen! - so sei der Erdboden verflucht um deinetwillen. Mit Mühsal sollst du davon essen alle Tage deines Lebens und Dornen und Disteln wird er dir sprossen lassen, und du wirst das Kraut des Feldes essen! Im Schweiße deines Angesichts wirst du dein Brot essen, bis du zurückkehrst zum Erdboden, denn von ihm bist du genommen. Denn Staub bist du, und zum Staub wirst du zurückkehren!"
(1.Mose 3,16-19)
Diese Zeilen vermitteln das Wesentliche von Gottes absolutem moralischen Maßstab für Männer und Frauen. Die Frau soll nach ihrem Mann verlangen und sich dazu hingeben, seine Kinder zu gebären. Sie soll das Leiden, welches mit einer Geburt verbunden ist, nicht umgehen und die Verantwortung der Kindererziehung nicht vernachlässigen.
Diese Haltung schafft eine starke Bindung zwischen Mutter und Kindern, und die Kinder werden mit Respekt für ihre Mutter aufwachsen. Die Liebe und der Respekt ihres Mannes wird wachsen, wenn er sieht, wie sie das Leiden einer Geburt durchsteht. Die Frau sollte sich freiwillig der Autorität ihres Mannes unterordnen. Der Mann sollte liebevoll über seine Frau herrschen, ihr Verlangen nach ihm schätzen und ihr treu sein. Er sollte im Schweiße seines Angesichts arbeiten, um für den Unterhalt seiner Familie zu sorgen, und nicht dem Leiden und der Verantwortung eines Familienoberhauptes aus dem Weg gehen. Seine Familie wird ihn dafür respektieren und lieben.
Innerhalb der Schranken des Gewissens ist kein Raum für sexuelle Beziehungen außerhalb des lebenslangen Ehebundes zwischen Mann und Frau. Weder ist dort Raum für Selbstsucht, die oft der Grund dafür ist, daß man keine Kinder haben will, noch dafür, daß eine Frau über ihren Mann dominiert und der Mann passiv und faul oder barsch und tyrannisch ist. Aber diese Schranken schaffen viel Raum für gegenseitige Liebe und Fürsorge, Treue und Fleiß, Geduld und Freundlichkeit, Wärme und Fruchtbarkeit. Auch schaffen sie viel Raum für glückliche, geborgene, rechtschaffene Kinder, die in die Fußstapfen der Eltern treten und ebenfalls innerhalb der Schranken dieses ewigen Bundes bleiben.
Angefangen mit Kain gab es tragischerweise viele, die den Bund nicht einhielten. Schon zur Zeit Noahs war die Boshaftigkeit der Menschen so groß, daß es Gott reute, den Menschen je erschaffen zu haben (1. Mose 6,5-8). Aber er setzte seine Hoffnung auf Noah und seine Familie, die noch am ewigen Bund festhielten. Nach der Flut fügte er dem Bund hinzu:
Und Gott segnete Noah und seine Söhne und sprach: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde ... Auch will ich euer eigen Blut, das ist das Leben eines jeden unter euch, rächen und will es von allen Tieren fordern und will des Menschen Leben fordern von einem jeden Menschen. Wer Menschenblut vergießt, dessen Blut soll auch durch Menschen vergossen werden ; denn Gott hat den Menschen in seinem Bilde gemacht."
(1.Mose 9,1-7)
Irdische Regierungen haben also das Recht, diejenigen zu bestrafen, die das Leben anderer zerstören. Israel empfing folgendes Gesetz (und alle Nationen, in denen die Gerechten regieren, werden dieses Gesetz ebenfalls aufrecht erhalten):
Wer einen Menschen erschlägt, den soll man töten auf den Mund von Zeugen hin. Ein einzelner Zeuge aber soll keine Aussage machen, um einen Menschen zum Tode zu bringen. Und ihr sollt kein Sühnegeld nehmen für das Leben des Mörders, denn er ist des Todes schuldig und soll des Todes sterben ... Und schändet das Land nicht, darin ihr wohnt; denn wer des Blutes schuldig ist, der schändet das Land, und das Land kann nicht entsühnt werden vom Blut, das darin vergossen wird, außer durch das Blut dessen, der es vergossen hat."
(4. Mose 35,30-33)
Alle guten Menschen werden diesen Maßstab aufrechterhalten (selbst mit ihrem Stimmzettel), denn sie schätzen ihren Mitmenschen, der im Bilde Gottes erschaffen wurde. Sie werden nicht nur keine Mörder sein (oder das gerechte Urteil eines Mörders ablehnen, was dasselbe ist), sondern auch nichts bewußt tun, was einem anderen schaden könnte (Offb 21,8).
Wie in den Tagen Noahs halten sich heute die meisten Menschen nicht an den ewigen Bund, und die tragischen Konsequenzen sind offensichtlich, wie es der Prophet Jesaja voraussagte:
Die Erde ist verschmutzt worden von ihren Bewohnern, denn sie haben die Gesetze übertreten, die Ordnungen überschritten und den ewigen Bund gebrochen. Darum hat ein Fluch die Erde verzehrt ..."
(Jesaja 24,5-6)
Wie sieht ein gerechter Gott im Angesicht des traurigen Zustands der heutigen Menschheit, mutige Männer und Frauen, die leiden, um ein reines Gewissen zu bewahren und den ewigen Bund aufrechterhalten. Wie wird er die beurteilen, die ihre Mitmenschen respektieren, weil sie im Bilde Gottes erschaffen sind, und die Gastfreundschaft, Fürsorge und Barmherzigkeit zeigen?
Wird er sie verdammen zusammen mit den Feigen, den Selbstsüchtigen, den Habsüchtigen, den Betrügern und den unzüchtigen Menschen, die unsere gute Erde verderben? Das sei fern von ihm , so etwas zu tun - die Gerechten und die Ungerechten gleich zu behandeln! (1. Mose 18,25) Im Gegenteil ...
...Wenn aber der Sohn des Menschen kommen wird in seiner Herrlichkeit und alle Engel mit ihm, dann wird er auf seinem Thron der Herrlichkeit sitzen; und vor ihm werden versammelt werden alle Nationen, und er wird sie voneinander scheiden, wie ein Hirte die Schafe von den Böcken scheidet. Und er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, die Böcke aber zur Linken.
Dann wird der König zu denen zu seiner Rechten sagen: Kommt her, Gesegnete meines Vaters, erbt das Reich, das euch bereitet ist von der Grundlegung der Welt an! Denn mich hungerte, und ihr gabt mir zu essen, mich dürstete, und ihr gabt mir zu trinken, ich war Fremdling, und ihr nahmt mich auf, nackt, und ihr bekleidetet mich, ich war krank, und ihr besuchtet mich, ich war im Gefängnis, und ihr kamt zu mir.
Dann werden die Gerechten antworten und sagen: Herr, wann sahen wir dich hungrig und speisten dich? Oder durstig und gaben dir zu trinken? Wann aber sahen wir dich als Fremdling und nahmen dich auf? Oder nackt und bekleideten dich? Wann aber sahen wir dich krank oder im Gefängnis und kamen zu dir?
Und der König wird antworten und zu ihnen sagen: Wahrlich, ich sage euch, was ihr einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, habt ihr mir getan."
(Mt 25, 31-40)
Wer sind diese gerechten Menschen, die Jahschua Schafe nennt? Aus mindestens drei Gründen kann man mit Sicherheit sagen, daß sie keine Jünger sind:
1. Sie sind durch ihre Werke gerechtfertigt (Jünger hingegen
sind aus Gnade errettet durch den Glauben); (Röm 2,13; Eph
2,8)
2. Sie waren sich nicht bewußt, daß sie Jahschua liebten,
indem sie seine Brüder liebten (Jünger dagegen wissen,
daß sie ihren Meister lieben, wenn sie ihre Brüder
lieben) (1Jo 4,20; Hebr 6,10)
3. Er grenzt sie von diesen meinen Brüdern" ab
in Vers 40.
Diese Menschen, die Jahschua Schafe nennt, waren sich nicht dessen bewußt, daß die Menschen, denen sie Gastfreundschaft gezeigt hatten, etwas besonderes waren. Ihre Motive waren nicht eigennützig. Ihr Gewissen gebot ihnen, das Bild Gottes in ihren Mitmenschen zu achten (1. Mose 9,6), und sie neigten dazu, ihrem Gewissen zu gehorchen. In all dem waren sie beständig. Deshalb nannte Jahschua sie Schafe - denn sie wußten, daß sie ihr Gewissen wie einen Hirten brauchen. Und der größte Hirte wird sie in dem Reich, das für sie vorbereitet ist, willkommen heißen - dem Reich der Völker, das von Jahschua und seinen Brüdern (Hebr 2,10-12; Mt 25,40) regiert wird (Offb 5,10).
Die Ziegen brauchten ihren Hirten nicht, und für sie ist auch ein Platz vorbereitet:
Dann wird er auch sagen zu denen zur Linken: Geht weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln! Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mir nicht zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mir nicht zu trinken gegeben. Ich bin ein Fremder gewesen, und ihr habt mich nicht aufgenommen. Ich bin nackt gewesen, und ihr habt mich nicht bekleidet. Ich bin krank und im Gefängnis gewesen, und ihr habt mich nicht besucht.
Dann werden sie ihm auch antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig gesehen oder als Fremden oder nackt oder krank oder im Gefängnis und haben dir nicht gedient?
Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr nicht getan habt einem von diesen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht getan. Und sie werden hingehen: diese zur ewigen Strafe, aber die Gerechten in das ewige Leben."
Die drei Kategorien von Menschen sind ganz eindeutig abgegrenzt in diesem Textabschnitt:
1. Die Bösen, die nur für sich selbst leben und hartherzig
ihren Mitmenschen mißachten, ihr Gewissen ignorieren, um
ihre Begierden zu befriedigen (der See von Feuer und Schwefel
ist für sie vorbereitet, Mt 25,41).
2. Die Gerechten, die ihre Mitmenschen achten als im Bilde Gottes
erschaffene Wesen. Sie bewahren ein reines Gewissen, koste es,
was es wolle (ein ewiges Königreich ist für sie vorbereitet,
Mt 25,34).
3. Jahschuas Brüder, die Heiligen, die ihr eigenes Leben
vollkommen aufgegeben haben und nur noch für Ihn leben, der
für sie gestorben und wieder auferstanden ist, (die Heilige
Stadt ist für sie vorbereitet, Joh 14,3; Hebr 11,16; Offb
21,2+10).
Vielleicht hast Du Dich noch nicht daran gewöhnt, in diesen drei Kategorien und ihre entsprechenden Schicksalen zu denken, aber dennoch ist die Wahrheit dieser Worte in deinem Gewissen verankert - allerdings nur, wenn Du das Herz Abrahams hast, der Gottes Freund war.
Welche Zuversicht hast Du sonst, den Gott Abrahams zu kennen? Glaubst Du an einen Gott, der gute Menschen in die Hölle wirft?
|
|
|
|
|