/i>

So ist es auch mit Messias: „Durch den einen Geist sind wir zu einem Leib getauft; ob nun Juden oder Griechen, ob Sklaven oder Freie, alle sind wir mit einem Geist getränkt... Gott aber hat den Leib so zusammengefügt... damit es keinen Zwiespalt im Leib gebe, sondern die Glieder gleichmäßig füreinander sorgen. Und wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit; und wenn ein Glied geehrt wird, so freuen sich alle Glieder mit.“
1 Kor 12,13.24-26

 

 

 

 

Es ist bloß ein Märchen, dass der Heilige Geist in einem zerteilten Leib leben könne. Er kann es genauso wenig wie der menschliche Geist in einem menschlichen Leib leben kann, der in Stücke gehauen wird. Der Leib des Christentums ist ein mystischer, unsichtbarer Leib. Der Gedanke hätte bei den Gnostikern des ersten Jahrhunderts sicher viel Zuspruch gefunden. Tatsächlich ist der Geist der Gnostiker im heutigen Christentum sehr lebendig. Genau wie die Gnostiker suchen auch heutige Christen ihre Sicherheit darin, was sie in ihrem Kopf wissen oder glauben, und nicht in der Umsetzung der Gebote, die der Meister uns gegeben hat. Sie könnten ebenso gut die Inkarnation verleugnen, wenn sie genau die Absicht verleugnen, für die der Vater seinen Sohn auf die Erde geschickt hat:

Er hat sich selbst für uns gegeben, damit er uns loskaufte von aller Gesetzlosigkeit und sich selbst ein Eigentumsvolk reinigte, das eifrig sei in guten Werken.  Titus 4,16

Um dieses Volk zustande zu bringen, wurde der Heilige Geist an Pfingsten gesandt. Es ist die Demonstration vom Königreich auf Erden. Ohne diese Demonstration kann die gute Nachricht nicht als Zeugnis gepredigt werden. Gott braucht dazu ein Volk, das aus allen Lebensbereichen gesammelt wird, um ein gemeinsames Leben zu führen. Vierundzwanzig Stunden am Tag sein Leben füreinander hingeben, in einem Bund mit den Fehlern der anderen tragen, einander die Sünden vergeben, einander aufbauen, sich umeinander kümmern, zusammen lachen, weinen, dankbar sein für die Hoffnung und für seinen Schöpfer, Jahr ein, Jahr aus, von Generation zu Generation.  
Das ist das Zeugnis und das ist der Platz, wo Er