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Gemeinsam unseren Erretter bekennen
Gemeinsam unseren Erretter vor der Welt bekennen und Zeugnis von seiner Königsherrschaft ablegen— wie ungeheuer wichtig und durch nichts ersetzbar ist doch dieses gemeinschaftliche Zeugnis. Denn nur an unserer Liebe und Einheit kann die Welt erkennen, dass Gott wirklich alle Menschen in der Welt liebt und deshalb zu ihrer Errettung seinen Sohn sandte.1 Gottes Herz der Menschheit gegenüber spiegelt sich sogar schon in dem Namen, dem er seinem Sohn gab, wieder.
Der seiner hebräischen Muttersprache entnommener Name ist nämlich eine perfekte Wiedergabe der Person unseres Erretters und seiner Mission. Der Name Jahschua bedeutet Jahwes Errettung (Jahwe ist der Name Gottes, seines himmlischen Vaters).2 Folgerichtig schreibt dann auch Matthäus in seinem Evangelium „...du sollst seinen Namen Jahschua nennen, denn er wird sein Volk von seinen Sünden erretten”.3 Jahschua, der menschgewordene Sohn Gottes, ist die von Gott gesandte Errettung und diese Errettung fügt Einzelmenschen zu einem Volk zusammen,4 indem sie diese dazu befähigt, einander zu lieben und ihr Leben füreinander niederzulegen.
Nur das Vorhandensein dieser Liebe verschafft uns das Wissen, dass wir wirklich die Stimme Jahschuas gehört haben und aus dem Tod in das Leben gekommen sind und seine Jünger sind.5 Nur wenn wir seine Gebote befolgen, haben wir die Gewissheit, dass wir wirklich seine Stimme hören. Die Einheit der Gläubigen ist daher das Zeugnis, dass wir wirklich Errettung erfahren haben und unter seiner Königsherrschaft leben, denn Liebe ist das vollkommenen Band der Einheit.6 Die Liebe Gottes bringt immer Einheit zustande und kann sich daher nur in einem gemeinschaftlichen Leben ausdrücken.
Ein äußerst erstaunliches Leben ist nur die Konsequenz einer äußerst erstaunlichen Errettung. Das gemeinschaftliche Leben der ersten Gläubigen, so ungewöhnlich und Aufsehen erregend es auch war, ist daher nur das natürliche Resultat der wunderbaren Errettung, die diese Gläubigen erfuhren. Es muss ein äußerst ungewöhnliches Leben sein, damit es ein Licht in der Dunkelheit der Welt sein kann. Die radikale Andersartigkeit dieses Lebens zeigt, dass ein Mensch errettet werden muss, um leben zu können, aber auch dass ein Mensch, der Errettung erfährt, gar nicht anders kann als so zu leben.
Wir lesen von diesen ersten Gläubigen, dass sie ein Herz und eine Seele waren. Sie lebten wie in einer großen Familie, hatten gemeinsame Mahlzeiten, die sie offensichtlich genossen, und teilten ihren Besitz, so dass es keinen unter ihnen gab, der irgendeinen Mangel zu leiden hatte.7 Sie taten dies alles weil sie einander liebten. Das war der Grund warum sie sich umeinander kümmerten und warum zusammen lebten. Eine tiefe Veränderung von Menschen, die für sich selbst lebten, zu Menschen, die die Fähigkeit hatten einander von Herzen zu lieben, hatte in ihnen stattgefunden. Diese Veränderung ist Errettung.
Diese erste Gemeinde entwickelte sich in wenigen Jahren zu einem ganzen Volk. Ein neues Israel, dessen Zwölf Stämme ein Licht allen Nationen waren, in deren Mitte sie sich befanden, war entstanden.8 Die vielen Gemeinschaften, aus denen sich jeder Stamm zusammensetzte, folgten dem Beispiel ihrer Muttergemeinde in Jerusalem.9 Wie konnten sie auch anders! Erfuhren sie doch genau dieselbe Errettung! Ein gewaltiges Zeugnis war zustande gekommen, das allerdings nicht lange genug währte um bis ans Ende der Welt vorzudringen. Denn nachdem die Zwölf Stämme etabliert waren, lesen wir fast nur noch negatives. Es scheint, dass der Abstieg nach diesem Höhepunkt schnell vonstatten ging. Eine Gemeinschaft nach der anderen starb10 und am Ende unterschieden sich die „Gläubigen” in ihrer individuellen Lebensweise nicht mehr von den „Nichtgläubigen”.
Das ist allerdings nicht das Ende der Geschichte, denn Jahschua, in dessen Mund keine Lüge gefunden wurde,11 hat vorhergesagt, dass das Evangelium vom Reich Gottes als ein Zeugnis (eine sichtbare Demonstration) allen Nationen verkündet werden wird, bevor das Ende kommt.12 Alles wird vor dem Ende wiederhergestellt werden.13 Es wird daher ein Volk geben, eine ganze Nation, die die Früchte der Königsherrschaft Jahschuas trägt, denn auch dies waren seine Worte.14 Die Liebe, die alle Menschen, die dieser Nation angehören, füreinander haben, und ihre sich daraus ergebende Einheit zeigen, dass sie die Gebote ihres Königs Jahschua befolgen. Dieses Volk wird für seine Wiederkunft vorbereitet. Dieses Zeugnis, das nach der Auferstehung Jahschuas für kurze Zeit existierte, ist jetzt wieder im Entstehen begriffen, denn das gemeinschaftliche Leben der ersten Gemeinde in Jerusalem wird in den Gemeinschaften der Zwölf Stämme wiederhergestellt.15
Einzelzeugnisse über die wunderbaren Dinge, die Gott in unserem Leben bewirkt, sind wunderbar. Wenn uns aber diese Dinge nicht zu einem Teil des gemeinschaftlichen Lebens, an dem alle Jünger Jahschuas Anteil haben, machen, dann müssen wir den Stellenwert unseres Zeugnisses hinterfragen. Und selbst wenn wir gemeinschaftlich Zeugnis ablegen, dann muss dieses Zeugnis unbedingt der Realität eines beständigen, gemeinschaftlichen Lebens entsprechen,16 denn wie uns die Sprüche lehren, rettet ein wahrhaftiger Zeuge Leben, wer aber Lügen vorbringt, der täuscht.17 Ein auf der absoluten Wahrheit basierendes Zeugnis ist also genau das was die Welt braucht, um glauben zu können, dass Errettung wirklich existiert. Sagte nicht jemand einmal so treffend: „Zeig mir deine Errettung, dann glaube ich an deinen Erretter.”
Fußnoten:
11 Joh 17,20-23
22 Joh 5,43; 17,11
3Mt 1,21
4Joh 10,16; 11,51-52; Tit 2,14; 1Petr 2,9.10; Offb 1,6; 5,9.10
5Joh 5,24; 1Joh 3,14.16.23.24
6Kol 3,14
7Apg 2,42-47; 4,32-37
8Jes 49,6; Apg 26,7; Eph2,12; Jak 1,1
91Thes 2,14
101Kor 1,10-13; 16,21; 2Kor 5,20; 6,14-7,1; 13,5; Hebr 6,1-8; Jak 1,1 4-2; Offb 2,4.5; 3,4.20
111Petr 2,22
12Mt 24,14
13Mal 3,1-4.16-18. 23-24; Mt 17,11; Mk9,12
14Mt 21,43
15Jes 49,6
16Mt 5,14-16; 2Pet 2,12; 1Joh2,4.5
17Mt 5,14-16; 2Pet 2,12; 1Joh2,4.5