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Gott sammelt Sein Volk
Bist du dabei?

 


Psalm 133: "Siehe, wie gut und wie lieblich es ist, wenn Brüder einträchtig miteinander leben."...

Dieser Psalm ist eine Prophezeiung, die darauf hindeutet, was der Heilige Geist in den letzten Tagen bewirken wird.

Jahschua betete:

"...damit sie alle eins seien wie du, Vater, in mir bist und ich in dir 

bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast...."1

 

Was David in Psalm 133 prophezeite, wird Realität, weil Jahschua dies von Seinem Vater erbittet hatte. Wie in Apg 2,41-47 und 4,32-37 zu lesen ist, fand der Psalm 133 in der ersten Gemeinde seinen realen Ausdruck.

 

Was der Heilige Geist damals bewirkt hatte, war keine törichte Euphorie, es war auch keine Misswirtschaft, wie es viele Christen der westlichen Welt behaupten. Nein, es war schlicht und einfach Gottes Herzenswunsch. Als Vater wollte Er schon immer, dass Seine Söhne in Einheit zusammen leben.

 

An Pfingsten bildeten alle, die Ihn bekannt hatten, eine Gemeinschaft. Sie hatten alles gemeinsam, so dass es keinen unter ihnen gab, der Not litt. Überall wo der Heilige Geist Menschen zum Glauben an Jahschua überführte, entstanden Gemeinschaften. Die Bibel spricht daher laufend von der Gemeinschaft der Heiligen.

 

Johannes beschreibt in seinen Briefen sehr deutlich, was Gemeinschaft bedeutet: Es gibt keine Gemeinschaft mit Gott, solange wir noch in der Finsternis sind und unser eigenes Leben führen.2 Im Licht zu wandeln bedeutet, so zu wandeln wie Er. Der Mensch neigt aber dazu, auf seinen eigenen Wegen zu wandeln. Nicht nur im geistigen Bereich, sondern auch im praktischen Leben meinen viele ihren eigenen Weg finden zu müssen. Der Geist des Individualismus hat die Christenheit buchstäblich erobert. Und dennoch spricht man mehr als je zuvor von der "Einheit der Christen". Bei vielen aufrichtigen Christen bleibt die Sehnsucht nach wahrer Einheit zwischen Brüdern und Schwestern jedoch unerfüllt. Manche klammern sich an eine mystische Einheit und Liebe. Man spricht dann vom weltweiten, mystischen Leib Christi. Johannes spricht aber von einem praktischen und nicht einem mystischen Leben:

 

"Wir wissen, dass wir aus dem Tod in das Leben gekommen sind, denn

wir lieben die Brüder. Wer nicht liebt, bleibt im Tod." (1Joh 3,14)

 

Wie kann ich aber jemanden lieben – und zwar so wie Er geliebt hat 1 – mit  dem ich mein Leben nicht teile? Als an Pfingsten der Heilige Geist auf die versammelten Jünger kam, waren sie ein Herz und eine Seele.3 Auch nachdem die 3000 die Botschaft von Jahschua angenommen hatten, heißt es:

 

"Alle, die gläubig geworden waren, waren beieinander und hatten alle Dinge gemeinsam."

(Apg 2,44)

 

Es hat also nicht jeder seinen eigenen Weg gesucht. Es gab nur den einen Weg, den die Apostel verkündet haben und den der Heilige Geist an Pfingsten offenbart hat. Einheit und Liebe haben sich real ausgedrückt, nicht mystisch.

Deshalb sagte Johannes: 

 

"Daran haben wir die Liebe erkannt, dass Er Sein Leben für

uns hingegeben hat. So müssen auch wir für die Brüder das Leben hingeben." (1Joh 3,16)

 

Und in Vers 18 schreibt er weiter:

 

"Meine Kinder, wir wollen nicht mit Wort und Zunge lieben,

sondern in Tat und Wahrheit."

 

Das Königreich Gottes ist nicht mystisch-geistig, sondern real und zum Anfassen.

 

"Die Liebe besteht darin, dass wir nach seinen Geboten leben. Das Gebot, das ihr von

Anfang an gehört habt, lautet: Ihr sollt in der Liebe leben." (2Joh 6)

 

Es geht um ein reales Leben miteinander, die Gemeinschaft der Heiligen. Es kan also nicht sein, dass wir unseren individuellen "Weg" in der "Nachfolge Jesu" suchen. Die Aussagen Jesu sind dafür viel zu radikal:

 

"Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater und die Mutter und die Frau und

die Kinder und die Brüder und die Schwestern, dazu aber auch sein eigenes Leben, so kann er nicht mein


Jünger sein; und wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt, kann nicht mein Jünger sein.

 

So kann nun keiner von euch, der nicht allem entsagt, was er hat, mein Jünger sein." (Lukas

14,26 u. 27 u.33)

 

Gott hatte Abraham erwählt, um Sich ein Volk zu schaffen — ein Volk, das Ihn liebt, Ihm gehorcht und vertraut.

Weil Israel den Messias nicht erkannte und Ihn ablehnte, hat der Heilige Geist an Pfingsten ein neues Volk, ein geistiges Israel begründet. Zu Agrippa spricht Paulus vom neuen Israel, vom Zwölfstämmevolk, das Gott Tag und Nacht dient.4

 

Der Ruf wird immer lauter. Die Stimme in Offb 18,4 ruft Sein Volk auf, Babylon zu verlassen. Kannst du sie hören?

Gott sammelt Sein Volk. Bist du dabei?

 


Fußnoten:

1Joh17,21
2
1Joh1,6; 2,9; 4,20
3Apg 4,32
4Apg26,6-8; mehr dazu im Artikel "Warum Zwölf Stämme"