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Unmenschliche Razzia bei der Glaubensgemeinschaft Klosterzimmern während morgendlichem Gottesdienst – aus der Sicht der Betroffenen

Liebe Mitbürger,

 

wie in der Öffentlichkeit sicherlich schon weithin bekannt geworden ist, beharrt die Glaubensgemeinschaft im Hofgut Klosterzimmern weiterhin auf dem von ihr ausgeführten Heimunterricht und weigert sich aus Glaubens- und Gewissensgründen ihre 23 schulpflichtigen Kinder in die öffentliche Schule zu schicken.

Der Konflikt eskalierte am Montagmorgen, den 7.10.02, als eine Hundertschaft der Polizei, Vertreter des Jugendamtes und andere hohe Vertreter angeführt von Landrat Rößle das Hofgut zuerst umstellten, sämtliche Ausfallwege versperrten und schließlich auf dem Hofgut vorfuhren. Die Gemeinschaft befand sich gerade bei der morgendlichen Andacht in ihrer Kirche mit anschließendem Frühstück, bevor für die Kinder ein gewöhnlicher Tag mit ihrem eigenen Unterricht beginnen sollte. Als die Gesetzesvertreter mitbekamen, dass aus der Kirche Gesang kam, gab der Landrat den Eltern zu verstehen, dass er ihnen noch eine 10-minütige Frist einräumen würde, um ihre „Show“ (Zitat) zu beenden, bevor er die Kinder mit Gewalt herausholen lassen würde (Diese wurde anschließend von einem barmherzigen Polizisten auf 30 Minuten verlängert.). Als die Frist um war, wurde sämtliche Presse aus der Kirche verwiesen und etwa 50 Personen von Behörden und Polizei drangen in die Kirche ein. Sie drängten die Familien in die Ecke. Die schreienden Kinder klammerten sich an ihre Eltern. Dann fingen die Beamtinnen und Beamten an die schreienden Kinder in den draußen wartenden Schulbus zum Teil zu tragen, zum Teil zu zerren. Dabei wurden auch „versehentlich“ nicht mehr schulpflichtige Jugendliche und sogar ein Gästekind abgeführt, das zu der Zeit seine Ferien in Klosterzimmern verbrachte. Das ganze Bild erinnert an Zeiten, aus denen Deutschland doch hätte lernen sollen. Die Eltern leisteten dabei keinerlei Widerstand abgesehen davon, dass sich die Kinder selbstverständlich an sie festklammerten, weil sie bei ihnen bleiben wollten. Dies stimmt nicht mit dem bei der anschließenden Pressekonferenz vom Landrat abgegebenen Bild überein. Dann wurden sowohl Kinder als auch Eltern in die Schule von Deiningen abtransportiert, gefolgt von einem Konvoi aus Streifenwagen und Zivilfahrzeugen. Dort wollten die Kinder wiederum nicht aussteigen, wobei sich dann die gleiche Szene wiederholte. Das erste Kind wurde seinen Eltern entrissen. Daraufhin folgten die anderen „freiwillig“ nach, damit sich das Ganze nicht noch einmal wiederholen brauchte. Die ganze Schule war innen und außen von Polizei bewacht.

Die o.g. Glaubensgemeinschaft hat seit 9 Jahren ihre Kinder in anderen deutschen Bundesländern unterrichtet und wurde dabei geduldet und unterhielt immer ein gutes Verhältnis mit den Schulbehörden. Dass die Kinder glücklich und zufrieden sind, wurde auch von den Behörden in Baden-Württemberg bestätigt. Wer gibt den Behörden in Bayern nun das Recht, dieses friedvolle und glückliche Leben zu stören? Nebenbei gesagt, wurden seit 17 Jahren christliche Familien in ganz Deutschland aus Glaubens- und Gewissensgründen geduldet. Nur einmal in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland wurden Kinder in einem brutalen Polizeiüberfall ihrer Familie entrissen, um sie in die Schule zu zwingen. Dies geschah im Januar 2000 in Nordrhein-Westfalen. Als dies an die Öffentlichkeit gelangte, wurde es von der Polizei bedauert. Sie entschuldigte sich und gab ein schriftliches Versprechen ab, dass sich so etwas nie wiederholen würde.

Wir rufen die Bevölkerung dazu auf, gegen das unmenschliche Vorgehen der Behörden zu protestieren.

 

Ihre Gemeinschaft in Klosterzimmern

Unsere Türen stehen Ihnen jederzeit offen.


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