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WER WIR SIND

 

 

Eine neue Gesellschaft

Wir sind Teil einer neuen Gesellschaft. Sie ist anders als die alte — niemand wird hier abgelehnt oder gering geschätzt, niemand ist einsam oder unerwünscht. Die Starken haben hier keine Vorrechte und die Schwachen werden hier nicht ausgenutzt. Bei uns gibt es keine Reichen und Armen. Die Liebe lebt hier.

Wir lernen ganz neu miteinander umzugehen — ohne Angst, ohne Feindseligkeit und ohne Misstrauen. Wir werden wie kleine Kinder. Wir leben in einem Umfeld, in dem man einander vertrauen kann. Die Liebe herrscht hier.

Dies ist eine neue Gesellschaft — der Frieden, der in unserer Mitte regiert, ist nicht das Ergebnis von Regeln und Gesetzen. Wir tun nichts aus Verpflichtung, sondern weil es von Herzen kommt. Niemand hat hier das Recht, seinem Nächsten gegenüber unfreundlich oder kaltherzig zu sein. Gemeinheiten und Vergeltung sind uns fremd. Die Liebe, die wir füreinander haben, erlaubt es uns nicht, andere auszunutzen, zu benachteiligen oder anderen nicht aus der Not zu helfen.

Jeder kennt das alte Gesellschaftssystem, in dem ein jeder für sich selbst verantwortlich ist. Solange die Leute Essen, Kleidung und ein Dach über dem Kopf haben, können sie freundlich zu anderen sein. Aber dann gibt es auch schon Grenzen und Barrieren: verschiedene Nationalitäten und Religionen und soziale Stellung. Ganz egal, wie viele Gesetze erlassen werden — über diese Abgründe zwischen den Menschen kommt keiner hinweg. Selbst innerhalb einer Familie ist es manchmal schwer, eine Mahlzeit gemeinsam einzunehmen, weil die Eltern mit ihren Kindern zerstritten sind. Die meisten zwischenmenschlichen Klüfte sind wie Unkraut — sie haben tiefe Wurzeln. Egal, wie sehr man versucht, sie oberflächlich abzuschneiden, sie wachsen immer wieder nach.

Die neue Gesellschaft, in der wir leben, ist anders. Wir haben eine radikale Lösung bekommen, die es uns ermöglicht, einander zu lieben. Wir sind aus dem Teufelskreis von Angst und Schuld, in dem sich die ganze Menschheit befindet, befreit worden. Wer kann schon lieben, wenn Schuldgefühle in die Quere kommen? Schuldgefühle sind die Gewissensbisse, das plötzliche Bewusstsein, das einen überkommt, wenn man jemandem wieder begegnet, den man einmal verletzt hat oder der einen verletzt hat. Wer kann schon freimütig geben, wenn man Angst davor haben braucht, seinen eigenen Besitz, seine Zeit oder gar sein eigenes Leben zu verlieren?

Unser Meister Jahschua, der Messias*, hat unsere Sünde mit Seinem unschuldigen Blut weggewaschen. Er hat uns die Kraft gegeben, anderen genauso zu vergeben, wie Er uns vergeben hat. Wir haben Seinen Geist empfangen — den gleichen Geist, der Ihn von den Toten auferweckt hat. Daher trauen wir uns jetzt auch Verluste hinzunehmen, um andere zu lieben. Angst und Schuld haben keine Macht mehr über diejenigen, die Ihm vertrauen.

Die neue Gesellschaft, die wir hier beschreiben, ist nicht ideal; sie ist real. Ideale Gesellschaften sind die Luftschlösser von Träumern und Intellektuellen. Kein Mensch hat je eine ideale Gesellschaft erschaffen, die in Wirklichkeit funktionierte.

Selbst Sir Thomas Moore, der das Wort „Utopie" erfunden hat, erkannte diese Beschränkung. Das Wort „Utopie" bedeutet „nirgendwo". Nirgendwo auf der Erde kann man eine ideale Gesellschaft vorfinden. Gesellschaften, die der Mensch erschaffen hat, sind auf Gesetze gegründet und Gesetze können nur das Böse eingrenzen, nicht aber Gutes hervorbringen.

Dass wir zusammenleben und unseren Besitz miteinander teilen, ist daher auch nicht das Ergebnis von Regeln oder gar von religiösen Prinzipien. Bibelverse haben nicht die Kraft, Menschen dazu zu bewegen, einander zu lieben und einander zu respektieren. Die Bibel kann nicht einmal Einigkeit unter den Menschen stiften, wenn es darum geht, wie sie richtig auszulegen sei. Die Tausenden christlichen Konfessionen sind Beweis dafür.

Der alte Spruch „Gleich und gleich gesellt sich gern" trifft auf alle sozialen Bereiche zu — das Christentum mit eingeschlossen. Wenn man es den Menschen freistellt, gesellen sie sich natürlicherweise zu Gleichgesinnten. Daher gibt es eine Kirche für Weiße, eine Kirche für Schwarze, eine Kirche für Reiche, eine Kirche für Arme, eine Kirche für Konservative, eine Kirche für Liberale, ja sogar eine Kirche für Homosexuelle. Es gibt eine Kirche für jeden Geschmack.

Dieser alte Spruch trifft auch auf Gemeinschaften zu, seien sie religiös ausgerichtet oder nicht. Einige sind politisch, andere ökologisch orientiert, wieder andere sind den verschiedensten Philosophien zugewandt. Doch die tief verwurzelten Klüfte von Schuld und Angst finden sich auch hier. Letztlich gewinnt der Selbsterhaltungstrieb die Oberhand und setzt sich gegen alle anderen guten Vorsätze durch, so dass sich selbst Gleichgesinnte schon nach kurzer Zeit voneinander trennen.

Trotz all dieser Hindernisse des menschlichen Zusammenlebens hat der Prophet Hesekiel vor über 2500 Jahren folgende Vision aufgeschrieben. In dieser Vision hat Gott einen Trieb genommen und ihn eingepflanzt, so dass aus ihm ein mächtiger Baum wurde.

Und unter ihm werden alle Vögel wohnen, alles, was Flügel hat; im Schatten seiner Zweige werden sie wohnen. (Hes 17,23)

Diese Prophezeiung käme einem nicht weiter bedeutsam vor, hätte Gottes Sohn, unser Meister Jahschua, diese Worte nicht 500 Jahre später wieder aufgegriffen:

Wem ist das Reich Gottes gleich, und wem soll ich es vergleichen? Es gleicht einem Senfkorn, das ein Mensch nahm und in seinen Garten warf; und es wuchs und wurde zu einem Baum, und die Vögel des Himmels nisteten in seinen Zweigen.

(Lukas 13,18-19)

Das Reich Gottes ist eine neue Gesellschaft, die vom Gott der Liebe regiert wird. Er ist derjenige, der den Baum gepflanzt hat. Sein Werk ist es. Wir können dieses Leben der Liebe nicht auf Grund von Idealen oder irgendwelchen Regeln führen, sondern nur, weil Er uns Seinen Geist gegeben hat.

Alle Propheten haben schon von Urzeiten von dieser Gesellschaft gesprochen, in der alle Dinge wiederhergestellt werden — die Beziehung zwischen der Menschheit und Gott, zwischen Männern und Frauen, zwischen Eltern und Kindern, zwischen einer Rasse und der anderen. Daniel, der auch vor 2500 Jahren schrieb, sah, dass diese neue Gesellschaft ohne menschliche Hände aufgebaut wird und dass sie das Ende der alten Gesellschaft bringen wird.

Und in den Tagen dieser Könige wird der Gott des Himmels ein Königreich aufrichten, das ewig nicht zerstört werden wird. Und das Königreich wird keinem anderen Volk überlassen werden; es wird all jene Königreiche zermalmen und vernichten, selbst aber wird es ewig bestehen. (Daniel 2,44)

 

Wiederherstellung

Daniel hatte keine politische Revolution vorhergesehen. Was er sah, war die Herrschaft der Liebe über die Herzen der Menschen. Das ist aber auch eine Revolution – und zwar gegen Gleichgültigkeit und Egoismus. Diese neue Gesellschaft entsteht also nicht durch eine ethnische Säuberung, sondern durch eine gründliche Reinigung der moralischen Korruption unseres eigenen Herzens. Damit diese neue Gesellschaft Realität werden kann, müssen alle Mitglieder dieses neuen Königreiches wie ihr König werden: geduldig, großzügig, loyal und immer bereit für andere da zu sein.

Um wahrlich ein Teil dieses Königreiches zu werden und zu lieben, wie Er liebte, muss man alles hinter sich lassen und dem Messias nachfolgen. Die vollkommene Liebe hält nichts für sich selbst zurück und zieht die Armut vor, weil sie nicht für sich behalten kann, was andere benötigen. Niemand spart sich etwas für seine eigene Zukunft auf. Unsere Liebe wird nicht erkalten aus Angst davor, zu kurz zu kommen. Dabei ist diese Gleichheit keineswegs erzwungen. Niemand wird gedrängt, sondern geführt und angezogen von der Wärme der Liebe.

Einige Menschen werden keinen Unterschied sehen zwischen dem, was wir hier beschreiben, und anderen Philosophien. Vielleicht werden einige sogar sagen: „Das gibt’s doch gar nicht!" Aber diejenigen, die den Willen des Schöpfers tun wollen, werden erkennen, ob wir hier von Gottes Reich sprechen oder ob dies nur leere Worte sind.

Die neue Gesellschaft ist nicht perfekt. Die meisten von uns sind in der alten Gesellschaft aufgewachsen und unsere Liebe ist fehlerhaft. Unser Egoismus will ständig durchbrechen und wir benötigen häufig Vergebung. Aber unser Meister Jahschua hat Sein Leben gegeben, um für unser Versagen zu bezahlen. Dadurch können wir jetzt einander vergeben und auf dieses Ziel zuarbeiten, nämlich dass diese neue Gesellschaft eines Tages den ganzen Erdkreis füllt.

Wir müssen alles aufgeben, um dieses Leben zu erlangen. Der Sohn Gottes hat gesagt:

Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es retten. (Lukas 9,24)

All diejenigen, die wirklich glauben, dass Er für ihre Sünden gestorben ist, leben nicht mehr für sich selbst, sondern für Ihn und werden ihren ganzen Besitz, ihre ganze Zeit und Kraft benutzen, um Sein Reich, die neue Gesellschaft, aufzubauen.

Falls du auf der Suche nach einer Lebensgemeinschaft bist, in der du unabhängig von anderen arbeiten und leben kannst, würdest du deine Zeit vergeuden bei uns vorbeizuschauen. Falls du aber nach einem Leben suchst, in dem Menschen einander selbstlos lieben und in dem du tiefe Zufriedenheit in deiner Seele erfahren kannst, weil du das tust, wozu du erschaffen bist, laden wir dich ganz herzlich ein, ein Teil dieser neuen Gesellschaft zu werden.


* Jahschua ist der hebräische Name für Jesus, den Sohn Gottes. So nannten Ihn Seine Eltern Josef und Miriam (Hebräisch für Maria) als Er geboren wurde (Lk 1,31; Mt 1,21). Im Hebräischen bedeutet der Name Jahschua: „Ich bin mächtig zu erretten". Er setzt sich zusammen aus „Jah" („Ich bin"), dem Namen des Vaters (wie in Hallelujah: „Lobt Jah"), und „schua", was so viel bedeutet wie „Macht und Autorität zu erretten". Wir nennen Ihn Jahschua, weil das Sein wahrer Name ist.

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